Unternehmensgruppe Hergarten

Transportdienstleistung – in Zukunft wieder ein knappes Gut

„Die Stahlindustrie steht am Beginn der Wertschöpfungskette und spürt die Situation auf den Märkten vor allen anderen Branchen. Zwar hat sich die Nachfrage nach Stahl derzeit verringert, doch der Weltstahlverband rechnet damit, dass Deutschland auf das Jahr gerechnet das Niveau von 2011 halten kann“, weiß Josef Hergarten, geschäftsführender Gesellschafter der in fünfter Generation auf Stahllogistik spezialisierten Unternehmensgruppe Hergarten. „Voraussichtlich wird es im dritten Quartal zu einer ähnlichen Laderaumknappheit kommen wie im letzten Jahr, als wir ein Verhältnis von 93 Prozent Ladung zu sieben Prozent Frachtraum hatten“, erklärt Josef Hergarten. Die Gründe für diese Prognose sind vielfältig und basieren nicht nur auf der Nachfrage nach Laderaum, sondern auch auf der vorhergehenden konjunkturellen Stagnation. So haben Spediteure oder Unternehmen mit eigenem Fuhrpark ihre Kapazitäten während der Krise 2008 teilweise erheblich verkleinert. Diese wurden noch nicht wieder komplett aufgebaut – zu groß ist die Unsicherheit an den Märkten durch die Staatsschuldenkrise im Euro-Raum. Weiter verschärft wird dieser Engpass durch den extremen Fahrermangel, an dem die Transportbranche seit längerem leidet. „Wir beobachten bereits seit einiger Zeit, dass Verlader versuchen, durch verstärkte Ausschreibungen ihren Bedarf an Laderaum sichernzustellen“, berichtet Josef Hergarten. Unternehmen verhindern dadurch nicht nur, dass ihr Material liegen bleibt. Auftraggeber, die ihre Transporte kurzfristig organisieren, müssen zudem damit rechnen, auf dem freien Markt unverhältnismäßig hohe Preise zu zahlen.